Nachricht: Messungen an den Klingen aus Kutenholz
20. Mai 2026, von Tobias Mörtz

Foto: © Tobias Mörtz / UHH
Nachdem bereits im Februar erste Röntgenmessungen an den Metallklingen von Kutenholz (Lkr. Stade) an den Apparaten des Technischen Überwachungsvereins Nord (TÜV Nord) vorgenommen werden konnten, erfolgten im April und Mai weiterführende, detaillierte Analysen am Speicherring "Petra III" des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY). Dieses Pilotprojekt lieferte präzise Erkenntnisse zur Materialzusammensetzung und Herstellung der Artefakte. Auf Basis der vorläufigen Ergebnisse bestätigte sich das Fehlen von Zinn, was eine hohe Zeitstellung des Hortes am Beginn der Bronzezeit oder noch am Ende der Jungsteinzeit bekräftigt. Zum Vergleich konnten während der insgesamt viertägigen Messkampagne weitere frühe Metallklingen aus dem Landkreis Stade untersucht werden, darunter ein Fund aus Helmste und die innerhalb eines Hausgrundrisses mutmaßlich ebenfalls senkrecht deponierte Schwertklinge von Harsefeld sowie Metallfunde der älteren und rezenten Ausgrabungen der Hügelgräber bei Hammah. Den beteiligten Wissenschaftler*innen am DESY, namentlich Dr. Volodymyr Baran, Dr. Ann-Christin Dippel, Dipl.-Ing. Olof Gutowski und Katrin Zerbe MSc, sei herzlich für die sehr entgegenkommende Kooperation gedankt! Das Projekt steht unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Tobias Mörtz und wird von den Studierenden Ilian Finkeldey M. A. und Melike Fidan B.A. durchgeführt.
Die Messungen wurden durch einen Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) begleitet.

