PD Dr. Alexander Lotzow

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Vertretungsprofessor (ab April 2026)
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Zur Person
Alexander Lotzow studierte Musikwissenschaft (Nebenfächer Neuere deutsche Literatur, Mittlere und Neue Geschichte) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Schulmusik an der Musikhochschule Lübeck (künstlerisches Hauptfach klassische Gitarre bei Prof. Albert Aigner, künstlerisches Leistungsfach Gesang bei Prof. Henner Leyhe, „berufsbezogener Schwerpunkt“ Musikwissenschaft/Musikpädagogik) und Germanistik (Ältere und Neuere deutsche Literatur, Linguistik) an der Universität Hamburg, abgeschlossen mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Parallel zu seiner akademischen Ausbildung wirkte er als Musikschullehrer sowie als freischaffender musikwissenschaftlicher Autor und Redakteur. Lehraufträge für Tonsatz und für Musikwissenschaft versah er verschiedentlich an der CAU Kiel, der Musikhochschule Lübeck und der Universität Hamburg. 2014 wurde er, als Stipendiat des Ev. Studienwerks Villigst, mit einer Dissertation zum Sinfonischen Chorstück im 19. Jahrhundert bei Siegfried Oechsle am Kieler Musikwissenschaftlichen Institut promoviert. Die anschließende Postdoc-Phase als dortiger Wissenschaftlicher Mitarbeiter, die u. a. die Position des wissenschaftlichen Bibliotheksbeauftragten am Kieler Institut umfasste, mündete 2025 in die Habilitation, mit der Arbeit „Untersuchungen zu Relationen von ‚light‘ und ‚learned music‘ der englischen Spätrenaissance“, verbunden mit der Erteilung der Venia legendi für „Musikwissenschaft“ und der Ernennung zum Privatdozenten. Im WiSe 2025/26 vertrat er die C4/W3-Professur für Musikwissenschaft an der CAU (Nf. Siegfried Oechsle). Ab dem SoSe 26 schließt sich die Vertretung der Professur Oliver Hucks am Institut für Historische Musikwissenschaft der Universität Hamburg an.
Lotzow verfolgt verschiedene Forschungsschwerpunkte zur Musikgeschichte der Frühen Neuzeit, des 19. und 20. Jahrhunderts (mit besonderem Augenmerk auf John Dowland, Johannes Brahms und Hans Werner Henze), zur Fachgeschichte und Methodologie der Musikwissenschaft sowie zur Geschichte der Gitarrenmusik. Ein neu fokussiertes Forschungsfeld gilt dem musikalischen Historismus und Neo-Historismus als geschichtlichen Phänomenen und musikwissenschaftlichen Forschungskategorien.
Verschiedene Aktivitäten und Funktionen verbinden Lotzow mit nationalen und internationalen Fachverbänden. Als renommiertem Brahms-Forscher übertrug ihm die Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg im Frühjahr 2026 die Herausgeberschaft der Brahms-Studien.
Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegt ihm die Vermittlung von musikhistorischen Erkenntnissen an ein breiteres Publikum besonders am Herzen, was sich z. B. über regelmäßige populärwissenschaftliche Autoren- und Vortragstätigkeit realisiert. Eine Engführung von wissenschaftlichen und künstlerischen Interessen realisiert sich in seinen essayistisch begleiteten Ausgaben von eigenen Bearbeitungen und Editionen von Musik für und mit Gitarre.
Publikationen
Forschungsschwerpunkte
- Musikgeschichte der Frühen Neuzeit, des 19. und 20. Jahrhunderts, mit besonderem Fokus auf dem Schaffen John Dowlands, Johannes Brahms’ und Hans Werner Henzes
- Musikalischer Historismus
- Phänomene frühneuzeitlicher musikalischer Popularität und Kompositionsgeschichte der Spätrenaissance
- sozial-, literatur- und kompositionsgeschichtliche Dimensionen der Chor-Orchestermusik, v. a. im 19. Jahrhundert
- Fachgeschichte und Methodologie der Musikwissenschaft
- Musik für Gitarre des 19. bis 21. Jahrhunderts, inkl. editorischer Projekte
- editionsphilologische Fragestellungen